Chronik der Feuerwehr Pasenbach von 1897-dato

 

Die Entwicklung eines geordneten Feuerlöschwesens begann erst in der Mitte des 19. Jahrhunderts. Bis zur Gründung dieser freiwilligen Wehren war es Aufgabe der Gemeinden “von Amts wegen" für den Feuerschutz zu sorgen. Ab 1860 drängten dann die Bezirksämter auf die Einführung von freiwilligen Feuerwehren. Über Jahrhunderte hinweg waren Brände bei der Bevölkerung ebenso gefürchtet wie man ihnen hilflos gegenüberstand.

Kam es zu einem Brand, blieben die herkömmlichen Brandbekämpfungsmittel, wie Wassereimer und Feuerhaken trotz nachbarschaftlicher Hilfe unzureichend und oftmals wirkungslos. Es war damals üblich, daß die Bauernhäuser hauptsächlich aus Holz gebaut und mit Stroh gedeckt waren.

Auch die von der Obrigkeit erlassenen Verordnungen zur Verwendung von weniger gefährli­chen Baumaterialien hatten, wegen der hohen Kosten für Steine und Dachziegel, nur wenig Erfolg. Der elektrische Strom war noch kein Thema zu der Zeit, erst der 11. Nov. 1910 steht für das offizielle Elektrifizierungsdatum in Pasenbach, so daß offene Feuerstellen und Petroleumlampen immer noch eine Gefahr für den Brandschutz darstellten.

 

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2.von unten auf der Leiter: Schaller Anton (Lukas); 2. Reihe 2. v. l.: Zeiner  Michael (Schloßbauer); Hintere Reihe: 5.v.l.: Groß Andreas (Gänsstaller); 1. Reihe v. l.: Zeiner Nikolaus (Stiefbruder von Zeiner Mich.) Rechts v. 1.Kdt. Agneskirchner Johann ist Adjutant Eisenreich Johann (Wastlmann) ; Rechts außen: Strobl Josef; 2. v. rechts: Gruber Peter (Hell); 5.. rechts: Ohi ?; Links außen unter der Leiter, Wagner (Galgenmann)

 

So gründeten auch in Pa­senbach 42 beherzte Männer im Februar 1897 (urkundlich belegt durch Stammbuch und Inventarliste) eine Feuerwehr.

 

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Die damalige Vorstandschaft setzte sich wie folgt zusammen: 1.Vorstand und Gründer war Gruber Andreas (Dienstzeit 1897-1907), ferner Kommandant Agneskirchner Johann (1897-1907) mit Adjutant Eisenreich Johann und Kassier Wester­meier Simon (1897 - 1898). Im Juni 1901 wurde dann eine Standarte für den Preis von 88,80 Mark angeschafft. Mit dieser nahm man sogleich am 16.6.1901 beim 25 jährigen Gründungsfest der Feuerwehr Kollbach, wahrscheinlich auch an der Standartenweihe 1902 bei der Feuerwehr Vierkirchen, sowie am 13.7.1902 beim 25jährigen Gründungsfest der Feuerwehr von Petershausen, am 19.6.1904 bei dem Gründungsfest mit Standartenweihe der Feuerwehr Ainhofen und im gleichem Jahr beim 30 jährigen Gründungsfest der Feuerwehr von Langenpettenbach teil.

Ferner erfolg­ten noch Einladungen zur Primiz von Barth. Sedlmayr am 15.7.1906, nochmals eine Primiz am 12.Juli 1908 (bei wem ?), zum 25 jährigen Grün­dungsjubiläum 1910 der Feuerwehr Hilgertshausen, am 5.7.1925 zum 55 jährigen Gründungsfest Markt Dachau und 50 Jahre Fabriksfeuerwehr Dachau und zu einer Fahnenweihe am 26.5.1949 nach Volkersdorf. Diese Daten belegen alte Erinnerungsbänder. Mit Sicherheit nahm man auch an den Fah­nenweihen des Burschenvereins 1911 und des Krieger und Soldatenvereins (damals noch Veteranenverein) 1913 teil.

 

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Auch eine berühmt berüchtigte Persönlichkeit trieb damals in der näheren und weiteren Umgebung sein Unwesen, nämlich der Räuber Mathias Kneißl. Er mußte allerdings zur Zeit unserer Gründung noch 2 Jahre im Zuchthaus verbringen ehe er im März 1899 nach sechsjähriger Haft entlassen wurde. Nach kurzer ehrlicher Arbeit holte ihn sein altes Leben wieder ein. Wilderei, Einbrüche, Kirchenraub und Gendarmenmord brachten ihn schließlich aufs Schafott wo er am 21.Februar 1902 hingerichtet wurde.

Zu den ersten größeren Einsätzen zählte der Brand beim Schloßbauer im Sommer 1903, durch Brandstiftung entstanden, und beim Wagner 1904. Dann die Brandkatastrophe von November 1906, die 3 Anwesen vollständig ( Mesner, Luckes und Reischl) und 2 weitere (Schlammer und Beck) teilweise einäscherte, war eine große Prüfung der jungen Wehr. 20 benachbarte Feuerwehren mit Handdruckpum­pen halfen ein noch größeres Unglück zu verhindern.

Die Kirche, bei der die Fensterscheiben auf Grund der großen Hitzeentwicklung zu Bruch gingen, konnte gerettet werden. Brandursa­che war damals die Unachtsamkeit der Magd Maria Hörl geb.Groß (später durch Heirat „Gänsstallerin“) mit einer Stallaterne. Sie wurde auch vom Gericht verurteilt. Ferner mußte man, lt. Kriegschronik, zu Bränden am 15.9.1916 nach Vierkirchen (Brandursache unbekannt), am 6.4.1918 nach Weichs (Angezündet von einem Kind ) und am 15.10.1918 nach Röhrmoos (Brandursache unbekannt) ausrücken. Im Mai 1922 wieder ein größerer Einsatz als der Blitz in das Rablanwesen einschlug und Stall und Wohnhaus abbrannten.

Um die Zeit des 1. Weltkriegs sind die Aufzeichnungen sehr rar, auch unser Inventarbuch aus dem Gründungsjahr endet mit einem Eintrag 1913. Als dann der 2. Weltkrieg begann und die Feuerwehr zur "Feuerschutzpolizei" wurde standen die Männer des Dorfes im Feld und die Frauen mußten, unter dem damaligen Kommandanten (Wehrführer) Josef Berthold, den Feuerwehrdienst verrichten.Von Einsätzen nach München, wie es damals nach Bombenangriffen oft üblich war, ist nichts bekannt. Eine traurige Aktion war die Bergung der Besatzung eines abgestürzten deutschen Nachtjägers, hinter dem Hof des „Schloßbauern“ und die dadurch verursachten Brände an den umliegenden Gebäuden und der brennenden Wiese zu löschen.

Nach dem Zusammenbruch 1945 wurde die FFw Pasenbach erst im Jahr 1946 mit Genehmigung der Militärregierung wieder ins Leben gerufen. Es wurden wieder Übungen abgehalten wobei die Feuerwehrmänner weiße Armbinden mit der Aufschrift "Fire Brigade" tragen mußten.

Neu gegliedert wurde die Wehr am 12. Dezember 1948 unter dem Kommandanten Huber Josef (1948-1956) Vorstand Großmann Ludwig ( Berthold Josef ) und dem Kassier Strobl Josef (1948-1974). Im Jahr 1952 wurde die erste Motorspritze von der Gemeinde Pasenbach um 3000 DM gekauft wobei sich die Feuerwehr mit 500 DM beteiligte. Es folgte 1957 ein Anhänger (TSA) und die Feuerwehr gab wieder einen Zuschuß von 350 DM.

Erwähnt sei noch eine Feuerwehrversammlung im Jahr 1951. Die Mitglieder der FF Pasenbach fanden sich im Gasthaus Großmann fast vollständig zu einer Generalversammlung ein, deren Einberufung wegen vorhandener Unstimmigkeiten notwendig geworden war. Bürgermeister Zeiner begrüßte die Mitglieder und gab seiner Freude darüber Ausdruck, daß auch Kreisbrandinspektor Blüml aus Dachau kam. Auch der Kommandant der FF Vierkirchen Korber war erschienen.

Bei einem Rückblick in die vergangenen Jahrzehnte umriß Blüml die Ziele der Feuerwehr.Er erinnerte daran daß die hiesige Wehr bereits seit 54 Jahren besteht und forderte die Jugend auf, es ihren Vätern gleich zu tun und es als Ehre zu betrachten in der Feuerwehr zu dienen. Urkunden erhielten für 50 jährige Dienstzeit Albert Doll, (das damals letzte noch lebende Gründungsmit-glied ) Lorenz Huber, Jakob Gruber und Josef Gamperl.

Für 40 Jahre Feuerwehrdienst wurden geehrt: Georg Huber und Franz X. Doll. 25 Jahre dienten: Georg Großmann, Michael Eggendinger, Josef Berthold und Georg Zeiner. KBI Blüml ver­wies dann auf den für einen Ernstfall völlig unzureichenden Löschwasserteich der Gemeinde. In eindringlichen Worten wies er auf die Folgen hin, die entstehen können wenn nicht umgehend Abhilfe geschaffen werde. Bgm.Zeiner versprach, die notwendigen Schritte zu tun, um der Wassernot zu begegnen. Nach einer lebhaft geführten Aussprache erklärte sich Josef Huber bereit den Posten des Kommandanten, den er wegen besagter personeller Unstimmig­keiten niedergelegt hatte, wieder zu übernehmen.

Bei einer Gemeindeversammlung 1952 gab es eine lebhafte Debatte als bekannt wurde, daß die Gemeinde plane einen Feuerlöschteich zu bauen.Verschiedendlich wurden Zweifel laut, ob der Platz auch der Richtige sei. Nach dem einige Sachverständige vom Wasserwirtschaftsamt die fragliche Stelle als günstig bezeichneten, wurde man sich einig den Plan weiter zu verfol­gen und baldigst mit dem Bau zu beginnen. Die Grundstücksfrage war geklärt und die Zufahrt gesichert. Mittlerweile ist der Teich wieder verfüllt worden (bzw. war schon selber verlandet mangels Pflege).

Mit dem Jubiläum zum 65 jährigen Bestehen am 27. Mai1962 konnte die Feuerwehr die Weihe einer neuen Fahne begehen. 32 Vereine und Feuerwehren aus den Landkreisen Dachau, Pfaffenhofen und Fürstenfeldbruck hatten sich dazu eingefunden. Als in den Morgenstunden des Sonntags die Festkapelle Gattinger die Vereine einholte, galt noch manch besorgter Blick nach oben, denn die Wetterlage der letzten Tage war alles andere als angenehm. Aber schon zum Feldgottesdienst, beim „Schlammer“ im Hof, klarte der Himmel auf.

Mit dem Landtagsabgeordneten Josef Baumgartner, den Kreisräten Hilg und Eichinger hatten sich auch die Bürgermeister Zeiner (Pasenbach), Riedl (Weichs), und Zotz (Ebersbach) neben vielen Hunderten von Besuchern eingefunden. Kommandant Jakob Auracher sprach die Begrüßungsworte. Die Weihe der Fahne nahm Pfarrer Lanzinger vor. In seiner Weiherede erinnerte der Geistliche an das 65 jährige Bestehen der Feuerwehr und an die alte Standarte, die über Jahrzehnte hinweg das Symbol für die Feuerwehrmänner gewesen sei. Man sollte sie auch in der Zukunft nicht vergessen.

Die neue Fahne die dabei entrollt wurde, zeigt auf der einen Seite den Heiligen Florian mit dem Sinnspruch der Feuerwehr „Gott zur Ehr- dem Nächsten zur Wehr“ und auf der anderen Seite das Ortsbild mit der Kirche von Pasenbach. Nach der Weihe und der Feldmesse hefteten die Fahnenjungfrau Hilde Kellerer, die Fahnenmutter Maria Auracher und Kathi Huber, für den Patenverein Weichs, die Bänder mit sinnigen Versen an die neue Fahne.

 

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Kommandant Auracher hielt ein kurzes Todengedenken und eine Abordnung der Feuerwehrwehr legte am Kriegerdenkmal an der Kirche einen Kranz nieder. Dann sprach Kreisbrandinspektor Blümel. Er gedachte der Toden beider Weltkriege und erinnerte an die vielen Opfer, die im Laufe der Jahrzehnte von den Feuerwehrmännern und deren Angehörigen gebracht wurden. Gerade die Weihe der neuen Fahne sei eine Gelegenheit auch dieser Opfer zu gedenken.

Blümel brachte seine Freude zum Ausdruck, daß sich zu diesem Tag so viele Vereine eingefunden haben. die Feuerwehr Pasenbach bestehe nun 65 Jahre. Es waren damals die „gestandenen“ Männer die sich bereit erklärt haben, im Dienst der Hilfe für den Nächsten tätig zu sein. Ihnen sei schon damals die Fahne zu einem Symbol der Treue geworden.

Über Jahrzehnte hinweg haben diese Männer, die so viel Opferbereitschaft fordernde Treue bewahrt, betonte der Kreisbrandinspektor. Viele Jahre sei Josef Huber der Feuerwehr als Kommandant vorgestanden, bis er dieses Amt dann in jüngere Hände legte. der Kreis-brandinspektor schloß mit der Bitte, es möge auch in Zukunft der Leitspruch, der auf der Fahne steht gelten.

Am Nachmittag bewegte sich ein festlicher Zug durch die Straßen von Pasenbach und Esterhofen. Jedes Haus zeigte Blumen- und Fähnchenschmuck. Es war ein imposanter Festzug, an dem wohl über tausend Menschen aus den verschiedenen Vereinen teilnahmen. Allein von Vierkirchen waren sechs Vereine gekommen.

 

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Die Uniformen der Feuerwehren und sonstiger Vereine gaben mit den wehenden Fahnen ein farbenfrohes und festliches Bild. Vor der Gastwirtschaft Großmann in Pasenbach fand die Verleihung der Erinnerungsbilder statt. Der stellvertretende Kommandant Josef Pechler rief die Vereine auf und Kommandant Auracher heftete die Bänder an die verschiedenen Fahnen und Standarten, die sich dann mit der neuen Fahne von Pasenbach zum Fahnengruß kreuzten.

Den Abschluß bildete ein frohes Beisammensein auf dem großen Wirtshof und abschließend im Saal der Gastwirtschaft. Es mögen auch hier weit über tausend Menschen gewesen sein, die Erinnerungen bei den frohen Weisen der Kapelle Gattinger austauschten. Die Feuerwehr Indersdorf war mit ihrem Tanklöschfahrzeug anwesend, um in der Zeit der Weihe die Brandwache zu übernehmen.

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Taferlbub Josef Strobl

 

Neben ihren Ein­sätzen bei Brand und Naturkatastrophen haben sich die Mitglieder der Wehr auch kulturell betätig. Mit gelungenen Theateraufführungen, Preispaschen und Christbaumversteigerungen haben sie Gelder eingebracht und damit Ausrüstungsgegenstände angeschafft um das Gemeindesäckel zu entlasten.

 

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Hintere Reihe von links: Josef Zeiner, Josef  Huber (Unterschleifer), Fritz Sperr, Josef Strobl, Josef Berthold (Jedenhofen), Georg Zeiner, Martin Huber, Josef  Pechler, Anton Kugler (Straßbach). Mittlere Reihe von links. Anna Gruber (Dax), Margarethe Strobl, Anna Dinkel, Maria Auracher, Fanni Angermeier. Untere Reihe von links: Josef Huber (Hennamelcher), Josef Winterholler.

 

Eine Jahreshauptversammlung mit Neuwahl vom April 1968 soll noch erwähnt werden die im Gasthaus  „Kurvenwirt“ abgehalten wurde. Kommandant Josef Pechler gab eine Rückblick auf das abgelaufene Jahr. Nach dem Kassier Josef Strobl den Kassenbericht verlesen hatte wurde der Vorstandschaft einstimmig die Entlastung erteilt. Kommandant Pechler sprach Vereinskassier Strobl im Namen der Feuerwehr für seine 20 jährigen Dienste den herzlichsten Dank aus. Er habe immer, wie es sich für einen Kassier gehört, das Vereinsgeld zusammengehalten. Die Neuwahl leitete Bürgermeister Johann Zeiner.

Einstimmig wiedergewählt wurden: Kommandant Josef Pechler, sein Stellvertreter Johann Wagner, Vorstand Jakob Auracher und Kassier Josef Strobl sen. In seinem Schlußwort bedauerte Pechler daß in den nächsten Jahren an den Bau eines Feuerwehrhauses nicht zu denken sei obwohl das vorhandene in keiner Weise mehr den Ansprüchen gerecht werde. Es fehle nicht am guten Willen des Gemeinderates, wie er ausdrücklich feststellte, sondern am „lieben Geld“. Aber die Ausrüstung werde vervollständigt, berichtete er weiter, damit in diesem Jahr eine Löschgruppe das Leistungsabzeichen absolvieren könne.

 

Für das Leistungsabzeichen ist eine komplette Ausrüstung Voraussetzung. (Dieses Vorhaben wurde aber erst 9 Jahre später umgesetzt). Die Neuerungen in Sachen Ausrüstung wurden aber bald in Angriff genommen. Es wurde 1970 der alte Feuerwehranhänger ausgemustert und ein gebrauchter VW Bus gekauft und von der Firma Ginger feuerwehrtechnisch hergerichtet.

 

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Auch die alte TS 6 ist 1971 durch eine neue Ziegler-Kreiselpumpe TS 8 ersetzt worden.1973

wurde dann nochmals ein VW Bus gekauft, dieses Mal aber ein neuer, da der alte durchgerostet war. In Eigenleistung ist die Einrichtung vom alten Auto ins neue Auto umgebaut worden. Das Geschäft mit dem Auto war meiner Meinung nach eine kleine List, denn die Eingemeindung zeichnete sich schon ab und nun kaufte man schnell noch ein altes Fahrzeug das dann, wenn es seinen Geist aufgibt von der Gemeinde Vierkirchen ersetzt werden mußte. So war es dann auch, allerdings mußte von der ehemaligen Gem. Pasenbach auf das neue Auto noch ein Betrag von 1000 DM dazugezahlt werden.

 

Das nun zu klein gewordene Feuerwehrhaus beim Großmann konnte nicht mehr länger genutzt werden und so begab man sich auf die Suche nach einem Ersatzgebäude in dem das Fahrzeug ordentlich untergebracht werden konnte. Fündig wurde man bei der Familie Doll, die einen ungenutzten Stadel hatte, der dann von den Feuerwehrmitgliedern in fast 1000 Arbeitsstunden in einen Stellplatz mit Unterkunft umgebaut wurde.

Am 27.9.1975 war dann, bei einem "Tag der offenen Tür" die Einweihung durch Herrn Pfarrer Wolfgang Lanzinger. Kreisbrandrat Leitsbach, Bürgermeister Bestle und Kreisbrandmeister Märkl sprachen noch einige Worte und bedankten sich bei den Helfern und Spendern. Bei Spanferkel und Bier ging der Tag zur Neige.

 

Ein schweres Unwetter mit Hagelschlag, ging am Freitag den 22.8.1975 gegen 17 Uhr über Pasenbach hinweg. Niemand kann sich erinnern, jemals ein solches erlebt zu haben. Nur wenige Keller im Ort waren nicht voll Wasser, und auf den Straßen stand es 30 cm hoch. Der Abwasserkanal konnte diese Massen nicht mehr aufnehmen. Das Stilleranwesen kam in arge Bedrängnis, die Wohnräume wurden überflutet, das Vieh stand im Wasser.

Die Feuerwehr barg das Vieh und pumpte den Hofraum leer, weil das Wasser wegen der höher liegenden Straße nicht abfließen konnte. Der Hof vom Schlammer im oberen Dorf war 50 cm hoch mit Schlamm bedeckt der von den höher gelegenen Feldern herab geschwemmt wurde.Auch hier sorgte die Feuerwehr am nächsten Tag für Ordnung. Auch die nördliche Friedhofsmauer wurde durch den Druck der Wassermassen zum Einsturz gebracht.

 

Dank der nun guten Aus­rüstung und einer Mannschaft die freudig ihren Dienst tat, konnte 1977 erstmals mit 3 Löschgruppen das Leistungsabzeichen der Stufe 1 abgelegt werden. In den nachfolgenden Jah­ren wurden turnusmäßig immer wieder Leistungsprüfungen abgelegt. Mehrere Kammera­den sind mittlerweile bei der Stufe III/5 (Gold/Rot) angelangt.

1.Juli 1979; 100 jähriges Gründungsfest mit Fahnenweihe FFW Vierkirchen.

Das Wetter war kühl und bewölkt.Weil wir von der Vierkirchner Feuerwehr der Patenverein sind gab es für jeden Mann eine Maß Bier und für die Fahnenabordnung zusätzlich ein Essen. Teilgenommen haben wir mit 22 Mann. Es wurden die üblichen Erinnerungsbänder ausgetauscht.

 

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Erstmals wurde der Gedanke an ein 85 jähriges Gründungsfest bei einer Übung am 8.2.81 gefaßt. Die anfängliche Meinung das Fest erst 1983 durchzuführen wurde widerlegt, den die Gründung der Wehr war ja bereits im Februar 1897. Eine Abstimmung mit den aktiven Mitgliedern erbrachte daß Ergebnis für eine Durchführung mit 17 zu 4 Stimmen. Also faßte man das Jahr 1982 ins Auge und verkündete das auf der Jahreshauptversammlung am 6.3.81 bei der auch zugleich Neuwahlen stattfanden. Gärtner Erich löste Leander Hintermeier als 2. Kommandanten ab.

Die übrige Vorstandschaft wurde wieder gewählt. Die Generalprobe für unser Fest sollte das 70 jährige Gründungsfest des Burschenvereins sein. Bei deren Vorbereitungen, erhoffte man sich so manchen Einblick, der uns später nützlich sein konnten. Sonderbarerweise regte sich nun einige Wochen in punkto 85 jährigem gar nichts mehr. Dann aber am Abend des 21.8.81 wurde nach längerer Diskussion die baldige Wahl des Festausschusses festgelegt.

Erste konkrete Gedanken zum Fest waren: Festwirt oder Selbstbewirtung, nimmt man ein Zelt oder feiern wir,wie der Burschenverein, in einen Stadel, zwei oder drei Festtage und mit welchem Programmablauf, ist die Bürgschaft gesichert, soll nebenbei noch das Leistungsabzeichen abgelegt werden, ist eine Festschrift nötig und in der kurzen Zeit überhaupt machbar? Zuguterletzt die Hauptsache: Wann ist der Festtermin und was wird das Ganze kosten? Viele Fragen die doch einige erschrecken ließ.

Mit einem „Tag der offenen Tür“ im Feuerwehrhaus, am Festtag, schuf man sich noch zusätzliche Arbeit. Die Versammlung am 14.11.81 hatte die Wahl des Festausschusses zum Inhalt der sich wie folgt zusammensetzte: Vorstand Jakob Auracher, 1. Kdt. Siegfried Schmidt, 2. Kdt. Erich Gärtner, Kassier Josef Strobl, 2. Kassier Markus Fottner, Schriftführer Lorenz Huber und Peter Großmann, sowie Josef Kastner, Knebl Albert und Gerhard Pechler als Organisatoren.Als Termin wurde der 3/4. Juli 1982 festgelegt.Von jetzt an fand bald jede Woche eine Versammlung statt. Viele Meinungen, andere Ansichten, Gedanken und neue Ideen galt es aufzuarbeiten und unter einen Hut zu bringen. Die Eigenbewirtung mit einem geliehenem 1200 Mann Festzelt war das Resultat.

Als Küchenchef fungierte Gärtner Erich. Ferner wurde für den Samstag ein Heimatabend geplant. Der Festplatz war eine Wiese beim Schloßbauer (Gattinger Andreas). Das Festzelt und ein Toilettenwagen wurde mit Traktoren bis von Waldkraiburg geholt.Alles in allem hatte sich in den Monaten der Vorbereitung ein fertiges Konzept heraus entwickelt das sich sehen lassen konnte.Die Kosten entwickelten sich allerdings auch ,was besonders unserem Vorstand einige schlaflose Nächte bereitete. Die eingeladenen Vereine wurden von ursprünglich 25 ( hauptsächlich örtliche ) auf 45, mit Feuerwehren aus der weiteren Umgebung, erhöht. Das Festbier war vom Spatenbräu aus München und wurde wie alle anderen Getränke vom „Harrer" geliefert. Die Festtage rückte immer näher und die Nervosität stieg.

Am Samstag war Heimatabend durch den Robert Schilcher in gewohnter Weise führte.Die Festkapelle Langenpettenbach, der Trachtenverein „Glonntaler Glonn", die „Simpfl Stanis Polkanisten",die Goaßlschnoitzer aus Pfaffenhofen ,der „Kaiser Toni“ und nicht zuletzt Siegfried Schmidt mit seinen Gstanzln, trugen alle zu einem kurzweiligen Abend bei. Dem konnte auch das gewittrige und stürmische Wetter keinen Abbruch tun. Im Nachbarort Weichs fiel der Strom aus was uns, Gott sei Dank, erspart blieb.

Der Festsonntag selbst begann wieder mit Regen (das kannte man ja schon vom 65 jährigem) so daß H.H. Pfarrer Wolfgang Lanzinger den geplanten Feldgottesdienst im Zelt abhalten mußte.

 

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Die Küche ist mit Planen verhängt worden, so das gleichzeitig mit dem Gottesdienst das Essen vorbereitet werden konnte. Das Hand in Hand brachte uns viel Lob ein. Deshalb sei an dieser Stelle allen freiwilligen Helferinnen und Helfern die zum Gelingen unseres Festes dazu beigetragen haben herzlichst gedankt.

Als Dank von „oben" sozusagen konnte der Festzug am Nachmittag ,bei herrlichem Sonnenschein, mit der Festkapelle Langenpettenbach, Blaskapelle Schönbrunn, Blaskapelle Pipinsried und allen eingeladenen Vereinen begangen werden. Es beteiligten sich auch zwei befreundete Feuerwehren aus Österreich, Ebbs und Mitterndorf (mit fast 50 Mann). Über 40 hl Bier flossen durch die durstigen Kehlen, viele Grillhähnchen und Rollbraten gingen den Weg alles irdischen. Von 1200 Weißwürsten war um 10 Uhr vormittags keine mehr zu haben.

Mit Käse war es nicht anders, es mußte Nachschub aus einer Molkerei geholt werden. Der Festverlauf war gut, doch es war auch jeder froh daß es endlich vorbei war und wieder ein geregeltes Leben eintrat. Nach dem Zeltabbau am Montag wurde noch mit allen Helfern ein bißchen gefeiert.

 

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Ein langgehegter Wunsch nach einem neuen Feuerwehrhaus schien im Jahre 1987 Wirklichkeit zu werden. Erste Kostenaufstellungen ergaben einen Preis von 300.000 DM. Da hieß es, laut Bürgermeister Großmann-Neuhäusler, kräftig mit anpacken, um die Gemeindekasse zu entlasten. So mußten Erd-, Maurer-, Fliesen- und Malerarbeiten von den Kameraden und freiwilligen Helfern übernommen werden.

 

Zwischendurch feierten wir am 29.8.87 mit Hl. Messe und Kranzniederlegung im engen Kreis unser 90 jähriges Gründungsfest. In der neu erbauten Maschinenhalle des Kameraden Stichlmeyr ließen wir es uns bei Spanferkel und Bier gutgehen.

Frisch gestärkt und durch die tatkräftige Mithilfe von den Landwirten Pasenbachs, mit Bulldog und Anhängern, konnte der Bodenaustausch von ungefähr 500 m³ beim Feuerwehrhausbau bewältigt werden.

Bei über 3000 freiwilligen Arbeitsstunden und nur 15 monatiger Bauzeit wurde am 20. November 1988 das Feuerwehrhaus durch Hw. Hrn. Pfarrer Lanzinger eingeweiht (siehe Bildergalerie).

Nun hatte man ein neues modernes Haus aber auch ein schon 20 Jahre altes Fahrzeug zum Unterstellen. Daß dieses veraltete Gerät in Zukunft ersetzt werden mußte, daran zweifelte niemand.

Einen höheren Stand der Technik erforderte schon ein in unmittelbarer Nähe entstehendes Gewerbegebiet, aber es ist halt alles eine Kostenfrage. Anfang der 90 iger Jahre kam man zu ersten Gesprächen mit Vertretern der FF Giebing, FF Vierkirchen, Bürgermeister Großmann- Neuhäusler. 2. Bürgerm. Eichinger und Kreisbrandrat Zehrer zusammen, denn wir waren nicht die einzigen die neues Gerät benötigten. So wurde lt. Protokoll festgelegt: Beschaffung eines LF16/12 für die FF Vierkirchen, dann ein TSF für Giebing anschließend ein LF8/6 für Pasenbach.

 

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Der Kindergartenbau in Vierkirchen verzögerte, aus finanziellen Gründen, den Wunsch der Pasenbacher allerdings um ein Jahr. 1995 war es dann soweit. Der Bürgermeister und 5 Kameraden fuhren nach Weisweil um das Fahrzeug im Werk abzuholen.

Mit einer schönen Einweihungsfeier am 30.7.1995 wurde das Löschfahrzeug von Dekan Georg Reichl und Vikarin Edda Weise vor dem Feuerwehrhaus geweiht. Das herrliche Wetter lockte viele Gemeindebürger an, um das neue Fahrzeug zu begutachten und sich über die Ausrüstung der FF Pasenbach zu informieren.

Bei einer zünftigen Brotzeit ,Kaffee, Kuchen und der Unterhaltung der Blaskapelle Schön­brunn verweilten viele bis in den späten Nachmittag auf dem Feuerwehrgelände. Das neue umfangreichere Fahrzeug erfordert natürlich auch einen höheren Stand der Ausbildung. So be­suchten mehrere Kameraden Atemschutz- und Funklehrgänge in Dachau oder Maschini­sten- und Truppmannkurse in Vierkirchen.

 

Auch in diesem Jahr (1995) wurde wieder eine Leistungsprüfung abgelegt. Seit 1994 ist die Feuerwehr, aus steuerlichen Gründen, ein eingetragener Verein. In jüngster Zeit konnte man fünf Neuzugänge verbuchen, was den Mannschaftsstand auf 31 Aktive er­weiterte.

 

Außerdem ist es sehr erfreulich, daß sich auch in unserer materialistischen, technisierten und menschenfeindlichen Zeit immer wieder junge Männer finden , die bereit sind, in diesen eh­renamtlichen und nicht ungefährlichen Dienst einzutreten. Hier kann sich der echte Bürger­sinn beweisen zu Schutz der Allgemeinheit . Mittlerweile ist unser 100 jähriges Gründungsfest von 19. -23. Juni.1997 über die Bühne gegangen.

 

Der Gedanke das Gründungsfest mit dem 20 jährigen Bestehen des Musikvereins Vierkirchen zu begehen entstand irgendwann im Jahre 1995. In der Hoffnung mit mehr als 30 Musikkapellen (wegen der Wertungsspiele kamen so viele Kapellen) ein grandioses Fest auf die Beine stellen zu können gründete man schnell einen gemeinsamen Festausschuß mit jeweils sieben Mitgliedern beider Vereine. Dieser setzte sich auf Feuerwehrseite aus den Kameraden Knebl Albert, Gärtner Erich, Kastner Josef, Gamperl Franz, Feineis Herbert , Gruber Johann, Gruber Robert und mehreren Personen mit Sonderaufgaben zusammen.

Stimmberechtigt waren nur sieben. Erste Überlegungen über die Festtage gingen ins Utopische ( Zelt bis 5000 Mann, Zillertaler Schürzenjäger und dergleichen mehr). Diese Vorstellungen einiger Herren wurden aber bald zurückgeschraubt als sie von Gagen und Preisen hörten, die gingen nämlich auch ins Utopische. So ist dann nach zahlreichen wichtigen und vielen unwichtigen Zusammenkünften (25 Hauptausschuß- und mehreren Nebenausschußsitzungen) ein Programm erstellt worden das eher unserem Rahmen gerecht wurde. So verpflichtete man zwei bekannte Bands wie „Spider Murphy Gang" und das „Alpentrio Tirol".

Auch ein Senioren Nachmittag, ein Tag der Behörden und Betriebe sowie ein Heimatabend mit Ehrungen waren geplant. Der Verbandstag der Milcherzeuger, um den wir geworben hatten,wurde nicht an uns vergeben. Als Festwirt ist Manfred Wenger verpflichtet worden. Bei anfänglicher Skepsis stellte sich später heraus daß man eine gute Wahl getroffen hatte. Das Essen wurde allseits gelobt (Bratensulz etc.).

Auch ein Getränk wurde von uns erfunden, mit Namen "PO-EX", was eine teuflische Wirkung hatte. Zum ersten Tag der Festwoche ( Donnerstag ) mit Dauerregen wäre zu sagen, die Gästezahl beim Konzert der „Spider" hätte höher sein können und auch finanziell sein müssen.

Das war aber hauptsächlich auf die verspätete und unzureichende Werbung zurückzuführen. Der Freitag war nachmittags der Tag der Senioren aus unserer Gemeinde (Mit einem gefundenen Gebiß) und abends nach dem Bieranstich, durch Schirmherrn Canisius Großmann-Neuhäusler, ging der Heimatabend über die Bühne. Zahlreiche Ehrungen verdienter Feuerwehrkameraden sowie die Ernennung von Canisius Großmann-Neuhäusler zum „Altbürgermeister" bestimmten den Abend.

Musikalisch führten die „Torfsänger" mehr schlecht als recht durchs Programm. Sie gastierten schon einige Wochen vorher in Weichs und da war das Programm auch nicht besser, was man an den Besuchern sah. Der anschließende Abend nach dem Programm wurde allerdings noch recht zünftig.Am Samstag dann, wiederum bei Regen, war das Konzert von "Alpentrio Tirol". Auch hier hatten wir nicht die erwarteten Besucherzahlen erreicht. So schaute alles nach einem großen Draufzahlergeschäft aus. Eine spätere genaue Abrechnung ergab dann allerdings daß wir mit einem +- 0 davongekommen sind.

 

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Ein weiterer Bestandteil des Vereinslebens ist auch, der seit 1994 wieder durchgeführte Leon­hardiritt. Für das Bestehen eines Umritts in Pasenbach im 18. Jahrhundert sprechen das Doppelpatrozinium St. Anna und Leonhard und die Figur des Heiligen mit Eisenopfergaben in der Nische an der Außenwand der Kirche, sowie der seit 1762 bestehende Leonhardibund, gegründet von dem Dorfhirten Mathias Kneißl. Viele Umrittsbräuche kamen durch Anordnung der bayerischen Regierung in der Aufklärungs- und Säkulrisationszeit Anfang des 19. Jahrhunderts zum Erliegen.

Ein kurzes Aufleben der Tradition war in den Jahren 1924, 1925, 1927 und 1929. Doch selbst zu dieser Zeit, als es eigentlich noch jede Menge Pferde gab, konnte der Brauch nicht mehr aufrecht erhalten werden. Vom Verein für Kultur und Brauchtum Anfangs durchgeführt hat jetzt seit 1996 die Feuerwehr die Leitung. Bei gutem Wetter und jedesmal fast 100 Pferden, scheint die Traditionsveranstaltung wieder auferstanden zu sein.EtlicheFeuerwehrmitglieder traten dem Leonhardibund bei für die, nach deren Ableben jährlich eine Messe gelesen wird.

 

Die Feuerwehr trat auch als großzügige Spenderin auf . So wurde der Volksaltar in unserer Filialkirche “ St. Leonhard und Anna ” mit 500 DM und die Seitenaltäre mit 200 DM bezuschußt. Im übrigen hängt in unserem Kirchturm die älteste Sterbeglocke, im Landkreis, aus dem Jahre 1128.

 

Ein Erweiterungsbau in Form einer PKW Fertiggarage entlastet das Feuerwehrhaus seit dem Frühjahr `97 von weniger oft gebrauchten Gegenständen. Im Spätsommer 98 wurde die Garage Überdacht und um einem Stellplatz vergrößert. Dazu mußte wieder ein Bodenaustausch von ungefähr 40 m³ vorgenommen werden. Albert Knebl mit dem Bagger vom Lochner Karl und die Kameraden Huber Josef , Kastner Josef und Weber Michael mit Bulldog und Anhänger erledigten diese Arbeit. Weitere Mitarbeiter waren Gärtner Erich, Gruber Johann, Gamperl Franz und Strobl Josef.

Am 31.8.98 sind mit kostenloser Unterstützung vom Seitz Rupert jun. und seinem Minibagger die Fundamente ausgegraben worden. Andere Kameraden entsorgten derweil das Buschwerk das dem Neubau weichen mußte. Mit kostenlosem Restbeton aus einem Betonmischerfahrzeug (ungef.1,5 m³) wurde am 4.9.98 das Fundament ausgegossen.

 

 

Nun machte man sich ans Pflastern. Riesel wurde aufgeschüttet, kostenlose Pflastersteine vom Kameraden Wagner Johann wurden herangeschafft, aber das planieren wollte nicht so recht klappen. 14 Tage ist nun schon Ruhe auf der Baustelle.

Der Dachstuhl wurde zwischendurch von den beiden Josef `s ( Winterholler und Kastner ) abgebunden. Mittlerweile besteht der aus lauter neuem Holz, da das geschenkte Holz (vom Kameraden Rabl Georg) angeblich nicht mehr das beste war. Am 6.7.98 nun wurde die Planierung vom ehemaligen Feuerwehrkameraden Herbert Fottner hergestellt und auch gleich bepflastert. Gärtner Erich und ”Matl” Huber lassen am darauffolgenden Tag den Dachstuhl mit Imprägniermittel ein.

Die restlichen Pflastersteine werden am Rand eingepaßt und der Dachstuhl fast fertig gestrichen (8.10.98 ). Dachstuhl und Bretter für die Rückseite fertig streichen ( 9.10. ). Samstag den 10.10. ist der Dachstuhl aufgestellt worden, wenn auch das Fundament etwas zu kurz geraten war ( trotz modernster Meßmethoden ). Aber da wurde schnell Abhilfe mit einer Eisenkonstruktion geschaffen. Das Dach wurde auch gleich mit Brettern und Teerpappe verschalt (anschließend kleine Hebauffeier).

Montag den 12.10. Auflatten. Mittwoch den 14.10. Dach eindecken. In der anschließenden Woche wurden die Bretter für den Dachboden eingelassen die Dachreiter befestigt und so manche Kleinigkeiten erledigt. Am Samstag den 24.10.98 wurde der Dachboden aufgenagelt. Samstag den 31.10 und die folgenden Tage Giebel und Rückseite mit Bretter verschalt. Am Samstag den 7.11. ist das Zelt für den Leonhardiritt aufgestellt worden und nebenbei wurde auch noch die Dachbodentüre eingesetzt. Die Dachrinne wurde von Hr. Pechler Peter und Sohn Stefan am 28.12.98 angebracht. Am 20.8.1999 verstarb unser Kamerad Peter Singer 42 jährig bei einem Urlaubsaufenthalt in der Türkei.

 

Nach mehreren Übungen in den vergangenen Tagen war am Freitag den 24 .9.1999 die Leistungsprüfung einer Gruppe angesagt. Die Prüflinge im einzelnen waren: Gruppenführer Fottner Markus(Stufe III/2 ); Maschinist Strobl Josef (als Auffüller ); Melder Wagner Johann ( III/2 ); Huber Stefan ( I ); Kastner Stefan ( II ); Weinsteiger Albert ( III/1 ); Stichlmeyr Johann ( III/2 ); Feineis Herbert ( III/4 ); Pechler Jan ( I ).

Die Prüfung wurde mit zwei Fehlerpunkten erfolgreich abgelegt. Prüfer waren die Herrn R. Reimoser (Dachau), G. Roth jun. (Hebertshausen) und W. Seifert (Dachau).Anschließend gab es eine gute Brotzeit (kalten Braten mit Gurke). Das sogenannte Carport wurde elektrifiziert von unserem Kameraden Gruber Robert.

Auch wurde wieder eine Spende von 400 DM, für Kerzenleuchter in unserer Filialkirche, an Meßner Josef Winterholler sen. übergeben.

 

Anläßlich eines Informationstages („Tag der offenen Tür”) am 3.6.2000 konnten sechs Jugendliche als Neuzugänge geworben werden. Es sind dies Strobl Christian, Stichlmeyr Sebastian, Fottner Matthias, Huber Martin, Gamperl Matthias und Großmann Georg.

Die Mannschaft wurde im Sept./ Okt. 2000 vollständig mit den neuen Löschanzügen „Bayern 2000” ausgestattet, Die PA Träger erhielten zusätzlich eine Überjacke die später auch die roten Jacken der gesamten Mannschaft ersetzen soll.

 

Eine Gruppe legte am 12 .10.00 die Truppmannausbildung Teil 2 ab. Die Teilnehmer im einzelnen: Gruppenführer Gärtner Erich; Maschinist Kastner Josef; Kastner Stefan; Huber Josef; Huber Stefan; Pechler Jan; Krimmer Michael und Werner Wiedl von der FFW Vierkirchen; Fottner Markus; Rabl Richard. Schiedsrichter KBI Rudi Reimoser und Kdt. Georg Reischl (Oberlöschmeister) von der FFW Vierkirchen.

 

Der mittlerweile siebte Leonhardiritt ging bei fast strahlend blauen Himmel am Sonntag den 12 November 2000 mit wieder gut hundert Pferden und zahlreichen Kutschen und Gespannen über die Bühne. Fast 1000 Zuschauer säumten den Weg zur Kirche wo der polnische Pfarrer Gambiak die Andacht hielt und die Pferdesegnung vornahm.

 

Unser VW Bus ist auch schon in die Jahre gekommen (Baujahr 1972) so daß man sich Gedanken über einen Nachfolger machen mußte. Der TÜV gab noch einmal seinen Segen aber was die Ersatzteilbeschaffung angeht hatte man schon etwas Probleme. Eine (vielleicht) günstige Gelegenheit bot sich 2001 mit dem Kauf eines Mercedes- Vito den ein Tierarzt gefahren hatte. Der Wagen war erst fünf Jahre alt und kostete 5000DM. Allerdings hatte er bereits 240000! Km und war Sternvolldreck (innen).

Diesen Wagen galt es nun umzubauen. Erst mal wurde generalgereinigt und alle Teile abgebaut dann ging es zum Lackieren (1800 DM Vorzugspreis).Teile wieder anbauen. dann die Alarmeinrichtung wie Blaulicht und Sprechfunk ( Diese Teile besorgte Ernst Schönecker der bei der Bereitschaftspolizei in Dachau arbeitet) installieren, wobei ein Elektriker von der BEPO mithalf.(Kosten 1000 DM). Zur Zeit wird an der Inneneinrichtung gebastelt. Der ehemalige Kamerad Bruno Schwarz brachte die Feuerwehraufkleber an und die Fa. Schmid baute eine Anhängerkupplung (Preis 350.-DM) ein und half auch sonst bei allerlei Kleinigkeiten zum Anbauen

 

Am 17.4.2002 ist der umgebaute Vito vom TÜV ohne Mängel abgenommen worden.

 

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Die Jugendgruppe legte (ohne Matth.Fottner der krankheitlich verhindert war) im Rahmen der Brandschutzwoche 2001 in Weichs das Jugendleistungsabzeichen mit Erfolg ab. Unsere TS 8 wurde nun, nach 30 Jahren, wegen eines Schadens am Pumpenexzenter gründlich überholt. Motorwartung inklusive.

 

Die Kosten von ca. 1750.-€ gehen an die Gemeinde (18.4.2002). Die Kosten wurden leicht überschritten ( 2250.-€ ) Einige Tage später wurde der alte VW Bus um 1100 € nach Kollbach an Hrn. Wildgruber verkauft.

 

Heute am 30.4.2002 legte eine gemischte Gruppe die Leistungsprüfung „Wasser“ mit nur vier Fehlerpunkten ab.( Dieses Mal machte Jungfeuerwehrmann Matthias Fottner gleich das Bronzene Leistungsabzeichen und überholte so die anderen Jungen.). Der Vito wurde durch Hrn. Dekan Reichl am 29.6.2002 gesegnet und als Mehrzweckfahrzeug (MZF) 11/1 freigegeben.

 

Der 9. Leonhardiritt verlief bei trockenem und teilweise sogar sonnigem Wetter reibungslos.( Mehr unter "Feste") Nochmals gingen 3 Jugendliche zur Feuerwehr: Schuster Stefan; Rabl Georg jun. und Großmann Mathias. Acht Feuerwehrmänner legten am 24.2.03 in Asbach die Prüfung zum Truppmann (Teil 1) mit Erfolg ab.

 

Nach dem Wegzug, wegen Heirat, von Markus Fottner wurde Franz Gamperl als neuer Jugendwart gewählt (die Arbeit macht aber Johann Gruber der nicht gewählt werden konnte weil ihm der Truppmannkurs fehlte) Zwei Neuzugänge sind seit April bzw. Mai 2003 die Brüder Uwe und Ronny Starke aus der ehemaligen DDR die in Pasenbach wohnen. Beide legten im Februar 2004 den Truppmannkurs Teil 1 in Vierkirchen ab.

Der 10. Leonhardiritt ist am 9. Nov. 2003 wiederum gut über die Bühne gegangen.

 

Der bislang grausigste Einsatz war der Selbstmord eines 24 jährigen Mannes, am Karfreitag 2004, der sich mit Benzin übergoß und dann in einem VW Lupo selbst verbrannte.

 

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Die Prüflinge vordere Reihe: Gruppenführer Robert Gruber (Gold/Rot), Stefan Kastner (Gold/Blau), Ronny Starke (Bronze)Stefan Huber (Gold), Richard Rabl (Gold/Blau).Hintere Reihe von links: Johann Wagner (Gold/Grün), Albert Weinsteiger (Gold/Blau), Uwe Starke (Bronze) und Johann Stichlmeyr (Gold/Grün) sowie die beiden Kommandanten Josef Kastner und Erich Gärtner.

 

Nach 14 Tagen intensiven übens, legte 2004 wieder eine Gruppe der Freiw. Feuerwehr Pasenbach eine Leistungsprüfung "Die Gruppe im Löscheinsatz“ mit Erfolg ab. Unser Foto zeigt von links: KBI Rudi Reimoser, KBM Georg Roth, KBM Georg Neumeier.

 

Einige überörtliche Einsätze bei der Hochwasserkatastrophe im August 2005 in Moosburg und Freising waren von einigen freiwilligen Kameraden geleistet worden. Die Aufgaben, die teilweise in der Nacht erfolgten, waren Sandsäcke füllen für den Uferverbau an der Isar. Ein neue Aufgabe wartete wiederum auf einige Kameraden als im Februar 2006 ein ungewöhnlich hoher Schneefall über Tage hinweg die Region Niederbayern/ Oberpfalz heimsuchte.

Die Schneelast auf vielen Dächern brachte einige Hallen und Gebäude zum Einsturz. Es waren teilweise mehrere Tote zu beklagen, wie in Bad Reichenhall und Katowice (Polen). 115 freiwillige Feuerwehrkameraden aus dem ganzen Landkreis machte sich auf um die Hilfskräfte der dortigen Feuerwehren, THW, Bundeswehr und sonstige Gruppen zu unterstützen. Die Aufgabe war eine Eissporthalle in Deggendorf von ihrer Schneelast zu befreien.

 

Bei der Fußballweltmeisterschaft 2006 waren 17 Feuerwehren aus dem Landkreis bei allen Spielen die in München stattfanden in Bereitschaft. Es war eine sogenannte Tragebereitschaft die zum Zweck hatte daß bei einer Katastrophe im Stadion genügen Kräfte da waren die eine eventuelle Evakuierung unterstützten. Juli 2006 Mit Bravour haben zwei Gruppen der FFw Pasenbach die Leistungsprüfung „Wasser“ abgelegt.

 

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Die Schiedsrichter, Kreisbrandinspektor Heinrich Schmalenberg, Kreisbrandmeister Georg Reischl und Kreisbrand-meister Faltermeier beobachteten genau daß die gestellten Aufgaben in der vorgegebenen Zeit fehlerfrei abgearbeitet wurden. Eine Gruppe, bestehend aus dem Feuerwehrnachwuchs (Foto), der das erste Mal eine Leistungsprüfung ablegte, wurde lobend erwähnt. Bürgermeister Eichinger sprach noch einige Worte ehe man sich zur verdienten Brotzeit ins Feuerwehrhaus begab.

 

Der 13. Leonhardiritt (2006) ist wegen schlechtem Wetter ausgefallen.

 

Mit der neuen Regelung bei der Alarmierung am Tage häuften sich die Einsätze im Jahr 2006 mit 25 Stück erheblich. Die Regelung besagt daß während des Tages von 6 Uhr bis 18 Uhr sämtliche Feuerwehren der Gemeinde alarmiert werden wegen des Personalmangels.

 

Am 2.3.2007 waren Neuwahlen und es fand ein teilweiser Generationenwechsel statt, nach dem sich 1.Kdt. Gärtner Erich, 2. Kdt. Kastner Josef sowie 2. Kassier Gruber Robert nicht mehr zur Wahl stellten. 1. Kdt. wurde Stefan Kastner, 2. Kdt. Huber Stefan und Christian Strobl 2. Kassier. Die übrigen Vorstandskollegen sind geblieben wie Vorstand Knebl, Schriftführer Feineis und Kassier Gamperl. Als Jugendwart fungiert Matthias Fottner.

 

 

Erstmals wurde im Mai 2007 eine gemeinsame Leistungsprüfung für Technische Hilfe (THL) St.1 mit der Feuerwehr Vierkirchen abgelegt. Die beteiligten Kameraden waren: 1.Kdt. Stefan Kastner; 2.Kdt. Stefan Huber; Franz Gamperl; Johann Gruber; Andreas Gruber; Johann Stichlmeyr und Ronny Starke.

 

Sept. 2007; Kamerad Fottner Matthias und Strobl Christian nahmen sich die Fenster des Feuerwehrhauses vor in dem sie alle Fenster ausbauten säuberten, die Gummidichtungen erneuerten und lasierten.

 

Mit einer Hl. Messe und einer Kranzniederlegung in der Pfarrkirche, feierten wir unser 110 jähriges Gründungsfest im engen Kreis der aktiven, passiven und fördernden Mitgliedern im Feuerwehrhaus. Als Festessen gab es Ochsenfleisch mit Knödel und Spätzle, später noch Kaffee und Kuchen. Der Feuerwehrmann, aus Kuchenteig, wurde von Christian Strobl spendiert. Bürgermeister Eichinger sprach einige Worte an die Anwesenden und verlieh bei dieser Gelegenheit unserem ehemaligen Kommandanten Gärtner Erich die silberne Bürgermedaille.

 

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Rosa Skala, ein Pasenbacher Original ist am 29.8.07 zu Grabe getragen worden. Sie war während des Krieges "Gruppenführerin" einer hauptsächlich aus Frauen bestehenden Löschtruppe, die die im Felde stehenden Männer ersetzen mußten. Mit einer Fahnenabordnung bei der Beerdigung gab man ihr das letzte Geleit.

 

Am 11.11.07 sollte der 14. Leonhardiritt über die Bühne gehen, aber wiederum machte uns das Wetter, mit Sturm und Schneefall, einen Strich durch die Rechnung. Mit einem Mittagessen am ausgefallenen Festtag machte man den vielen Helfern, die das Fest schon vorbereitet hatten, eine kleine Freude.

 

Der Carport wurde am 9.8.2008 von den Kameraden Gärtner E.; Gruber H.; Gamperl Fr.; Fottner M und Ch. Strobl geweißelt und das Holz eingelassen. Für die Jugendwerbung wurde ein sogenannter „Flyer“ entworfen, der im Dorf verteilt die Jugend weiblich wie männlich sowie ältere Interessierte ansprechen soll um sich im Feuerwehrwesen zu engagieren. Dazu ist ein „Tag der offenen Tür“ am 13.9.2008 geplant. Den Entwurf gestalteten Matthias Fottner und Christian Strobl.

 

Eine Gruppe, unter der Leitung von 2. Kdt. Huber, legte am 12.9.2008 die Leistungsprüfung „Wasser“ mit acht Fehlerpunkten ab. Sie haben aber auch, aus zeitlichen Gründen, nur 3 Tage üben können.

 

Der Leonhardiritt war diesmal auf den 19.10.2008 (Kirchweihsonntag) vorverlegt worden, weil er die letzten zwei Jahre abgesagt werden mußte wegen schlechtem Wetter.

Bei schönem Wetter ging fast alles reibungslos über die Bühne, nur ein kleiner Unfall mit einem durchgegangenem Pferd, daß das Schusterhäusel auf dem Wagen hatte, ramponierte den Zaun beim Schleifer ein wenig.

 

Der Großbrand im Gewerbegebiet am 30.11./1.12.2008 bei der Verpackungsfirma Meyer mit ca. 5 Mio. Euro Schaden war der größte Brand seit der Brandkatastrophe von 1906. Ca. 250 Feuerwehrleute waren 6 Stunden beschäftigt um das Feuer einigermaßen in den Griff zu kriegen. Die Flammen loderten andern Tags nochmal auf und am übernächsten Tag war immer noch starker Rauch zu sehen.

 

Jan. 2009; Zwei neue Leute haben sich gemeldet um bei uns Dienst zu tun. (Armin Praml und Lars Pehnert) dazu noch fünf Jugendliche im Februar 2009, Sandro Kammerer, Thomas und Maximilian Feines, Patrick Heps und Andreas Stichler.

 

Im August 2009 kam noch Christoph Alessandro als Jugendlicher zur Feuerwehr. Am 20.9.2009 im Rahmen der Feuerschutzwoche (Auftaktveranstaltung in Erbweg) legten vorher genannte Jugendliche das Jugendleistungsabzeichen mit Erfolg ab.

Nach nur 2 Jahren Amtszeit legte der 1.Kommandant Stefan Kastner sein Amt nieder. Gärtner Erich, unser früherer Kommandant, übernimmt kommissarisch bis zur nächsten Wahl 2013 die Führung.

 

2010; Eine neue Aufgabe ist auf die Feuerwehr hinzugekommen. Vom Landratsamt sind wir, und weitere 4 Wehren im Landkreis, ausgesucht worden um mit dem System "Mobela" (Mobile Lautsprecher und Sirenenanlage) die Bevölkerung bei Katastrophen (starker Rauch, giftige Dämpfe oä.) mittels Durchsagen zu warnen.

Bei Alarmierung werden nach genauen Streckenvorgaben die betroffenen Bereiche mit einem Feuerwehrfahrzeug (in unserem Falle mit dem MZF 10/1) abgefahren und über Lautsprecher die Anwohner gewarnt. Ebenso kann ein Sirenenton erzeugt werden im Falle daß die örtlichen Sirenen ausfallen. Diese Maßnahme erforderte einen Umbau im Fahrzeug.

 

Febr.2011; Mit Martin Rottenfußer ist ein Neuzugang zu verzeichnen. Sommer 2011; Der Jungfeuerwehrmann Sandro Kammerer fuhr mit dem Vito aus dem Feuerwehrhaus recht rasant heraus und in den Carport hinein aber das bremsen beherrschte er nicht sonderlich und drückte so mit dem Fahrzeug die Holzrückwand des Carports hinaus und blieb mit dem Fahrzeug auf dem Betonsockel hängen. Seitdem funktionierte die Lenkung nicht mehr richtig.

 

Sept. 2011; Nach langer Zeit wurde nun auch im Vito ein neuer Sprechfunkhöhrer installiert gleichzeitig ist der Funk im LF 8 (47/1) repariert worden bei dem eine Platine defekt war. Trotz allem ist der Vito mit nunmehr 16 Jahren und 260000 km (wurde mit 240000 km gekauft) nicht mehr der frischeste. Probleme mit der Elektronik, mit dem Zündschlüssel (läßt sich nicht mehr zu/ aufsperren), dem Fahrwerk das manchmal kracht als wenn die Achse brechen würde, häufen sich. Deshalb wurde auch bei der Gemeinde eine Bedarfsaufstellung durchgeführt und wir hoffen daß bald ein neues Fahrzeug angeschafft werden kann. Einen Zündschlüssel neu zu machen würde für so ein altes Fahrzeug lt. Aussage einer Mercedes Mitarbeiterin etwa 200 - 400 € kosten.

 

Frühjahr 2012: Zu unserer Überraschung wurden nun schon im Haushalt 2012 der Gemeinde, 80.000.-€ für ein neues MZF genehmigt. Es werden nun verstärkt bei anderen Feuerwehren, mit ähnlichen Fahrzeugen, Erkundigungen eingeholt um zu wissen was neuester Stand ist.

 

Juni 2012; Die Euphorie wurde schon wieder etwas gebremst weil laut Bürgermeister die Finanzlage doch nicht so rosig ist wie vorausgesagt.Notfalls hat sich die Feuerwehr aber bereit erklärt eine, teilweise, Vorfinanzierung zu tätigen. Mittlerweile hatten wir (eine Arbeitsgruppe von 6 Mann) schon 5 Angebote eingeholt aber es dauert scheinbar jetzt doch etwas länger mit der Bestellung.

 

Parallel zu dieser Arbeit wird das Feuerwehrhaus ans Telefonnetz angeschlossen damit ein Alarmfax und das Internet genutzt werden kann. Dazu müssen von uns mehrere Kabel verlegt werden.

 

Juli 2012; Die Aufträge für die MZF Beschaffung sind an die Firmen MAN (Fahrzeug) und den Ausrüster Geidobler vergeben worden. Der voraussichtlicher Liefertermin ist im März 2013. Die Finanzierung ist nun gesichert. Das Alarm-Fax und die Telefone im Feuerwehrhaus, sind von der Fa. Seeger in Betrieb genommen worden.

 

22.2.2013; Die Fa. Seeger installiert Drucker und Laptop. Am 23.2.2013 waren wieder Neuwahlen. Als Vorstand ist wieder Albert Knebl (mit 3 "Nein" Stimmen) im Amt bestätigt worden. 1. Kommandant wurde Stefan Huber der Erich Gärtner, auf eigenen Wunsch, ablöste. 2. Kommandant ist nun Matthias Fottner der seinen bisherigen Jugendwartposten an Ronny Starke weiter gab. Neuer Kassier ist Andreas Gruber und sein Stellvertreter ist der alte 1. Kassier Franz Gamperl. Schriftführer blieb Herbert Feineis.

 

14.3.2013; Das neue MZF wurde heute bei MAN in München abgeholt. Für die Abholmannschaft gab es eine Werksführung und eine Brotzeit.

 

Am 7.6.2013 wurde das neue MZF von Pfarrer Dr. Obielou geweiht. Zuerst wurde in der Kirche, mit einem Gottesdienst, der verstorbenen Kameraden gedacht und an schließend am Feuerwehrhaus die Weihe vollzogen. Nach einigen Ansprachen wurde die Bevölkerung war dazu eingeladen, bei einer Brotzeit, den Tag mit uns zu feiern.

 

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Seit August 2013 wird ein Defibrilator im MZF mitgeführt. Jetzt im November wird von der Firma Gojowczyk die Fahrzeughalle und die Aufenthaltsräume geweißelt. Anschließend reinigte die Putzfirma vom Valentin Großmann die Räume. Neue Vorhänge gab es auch noch, geschneidert von der Mutter des 2. Kommandanten. Es ist eine Waschmaschine und ein Trockner angeschafft worden um die Löschanzüge bei Bedarf zu reinigen und zu imprägnieren.

 

Am 27.6.2014 legte eine Gruppe die Leistungsprüfung "Wasser Variante 1" mit Erfolg ab. Den Stellenwert der Leistungsprüfung zeigt die Anwesenheit der drei Bürgermeister der Gemeinde Vierkirchen.

 

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Von links: Die Schiedsrichter: Schneider, Reischl und Franz Meissner. Die Prüflinge: Sebastian Stichlmeyr; Christoph Allesandri, Martin Huber; Georg Großmann; Andreas Stichlmeyr; Mathias Gamperl; Andreas Gruber; Stefan Kastner; 1. Bgm. Dirlenbach; 1. Kdt. Stefan Huber; 3. Bgm. Michael Krimmer und 2. Bgm. Josef Schindlbeck.

 

Rund 70 Reiter aus der Region, elf Gespanne und etwa 1000 Zuschauer kamen, bei idealem Wetter, zum 21. Leonhardiritt am 26.10.2014 nach Pasenbach.

 

24.1.2015; Heuer wurde erstmals ein "Erste Hilfe" Kurs für die Öffentlichkeit durchgeführt, der in erster Linie besonders die Führerschein -Neulinge ansprechen und  in zweiter Linie eine Werbung für das Feuerwehrwesen sein sollte. Die Veranstaltung war  mit 28 Teilnehmern recht gut besucht. In diesem Rahmen konnten auch zwei Neuzugänge zur Feuerwehr, Johannes Großmann und Christof Gamperl, verbucht werden.

Nochmals erklärten sich zwei Jugendliche zum Dienst in der Feuerwehr bereit, Josef Winterholler und Johannes Stichlmeyr.

Eine Einladung zum Löschtraining fand am Samstag den 6.6.2015 am Feuerwehrhaus statt. Der Schwerpunkt war die Handhabung von Feuerlöschern bei verschiedenen Bränden. Simuliert wurde ein Fettbrand, den man nie mit Wasser löschen sollte, die Explosion einer Spraydose und eine Feinstaubverpuffung. Die Besucher, ca 30 an der Zahl, versuchten mit verschiedenen Löschern den Bränden herzuwerden.

7.7.2015; Zwei Gruppen Kinder, mit Betreuerinnen, aus dem Kindergarten "Villa Kunterbunt" besuchten unsere Feuerwehr. Kom. Huber erklärte ihnen unsere Fahrzeuge und stellte auch einige Fragen dazu. Das Schlauchaufrollen und spritzen mit der Kübelspritze machte  ebenso Spaß wie die anschließende Fahrt mit den Feuerwehrautos zurück zum Kindergarten.

 

Ein weiterer Meilenstein in der Feuerwehrgeschichte war das 120-jährige Gründungsfest am 8.7.2017. Nach einem Gottesdienst in der Filialkirche St. Leonhard in Pasenbach, den Dekan Dietz zelebrierte, ging es im Festzug mit der Blaskapelle Vierkirchen, den Pasenbacher Ortsvereinen und den Feuerwehren Vierkirchen, Weichs und Giebing zum Feuerwehrhaus. Nach einigen Ansprachen und Geschenkeaustausch wurde mit Spanferkel, Bier und diversen Leckereien zum gemütlichen Teil übergegangen.

 

 

Am 22.10.2017 ist der mittlerweile 24. Leonhardiritt in Pasenbach, bei herbstlichem Wetter, durchgeführt worden. Ca. 50 herausgeputzte Pferde, Festkutschen, unsere Motivwägen und die Fahnenabordnungen der Vereine zogen an der Pfarrkirche vorbei wo Pastoralreferent Fichtl den Segen erteilte.